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Kategorie Etappe 02 – von Harburg nach Jesteburg

Von Harburg nach Jesteburg

Sonntag, 16. Mai 2010

2. Etappe Harburg – Jesteburg

Mannomann! Mir fehlen noch immer die Worte für die tolle und inwendig warme Auftaktparty gestern in der Schule Kielkamp. Darum will ich hier auch nur noch einmal sagen: Danke ANA, du bist einfach die Größte! Monatelang warst du von inwendiger Wärme getrieben, hast Mann und Hunde vernachlässigt, alle Finca-Gäste mobilisiert, das Chaos in Grenzen gehalten und alles minutiös geplant. Ohne dich wären wir schon lange vor den fiesen Regenschauern abgesoffen. Für mich verdienst du den Pfesel-Pokal in GOLD für das beste Drehbuch, die beste Regie und ALLE Nebenrollen!!!

So, nun aber zur heutigen zweiten Etappe. Ich hocke auf meinem Sofa, rot im Gesicht von der Sonne – Danke an unsere Außenstelle Gütersloh für die Zustellung :-) – , rot auch am Rest des Körpers von einem Bad in ungefähr 100 Litern kochend heißem Wasser. Und mit einem Kühlakku auf dem Fuß…

Der Tag begann mittelbescheiden mit Muskelkrämpfen. Was denn, jetzt schon? Waren gestern doch nur vier Kilometer! Nach einem Liter Kaffee und einer Doppeldosis Magnesium intus buckelte ich mein Gepäck ins Auto und machte mich auf den Weg zum Treffpunkt in Harburg. Noch grinste ich, als Udo Lindenberg aus dem Autoradio „Hinterm Horizont“ zum Besten gab. Das Lachen verging mir schnell.

Natürlich war ich wieder überpünktlich vor Ort. Von Farmern und Mitwanderern keine Spur, also ging ich Richtung des Bahnhofes, um dort meinen Morgenkaffee zu entsorgen. Habe es mir schon vor längerer Zeit zur Angewohnheit gemacht, den Euro-WC-Schlüssel an allen Toiletten für Behinderte zu testen. Schlüssel passte, Tür ging trotzdem nicht auf. Liebe Bahn, so etwas bekommt von mir das Prädikat „Sozialbehindert“!

Mit frischem Kaffee und einer kleinen Stärkung konnte ich dann recht bald auch unseren Oberfarmer in Empfang nehmen. Es gab ein ziemliches Hin und her über das Umverteilen der Fahrzeuge. Dies klärte sich aber, nachdem Lisa und Jochen (Ich habs bemerkt! Ihr wart pünktlich :-) )und  Gesa als Überraschungsgast eintrafen. Auch die zwei Wilden versorgten sich noch mit einem Snack und es konnte endlich losgehen.

Die ersten Kilometer rasten förmlich dahin, genauso wie die Unmengen an sozialbehinderten Radfahrern, die scheinbar alle keine Klingel an ihren Drahteseln duldeten, aber alle an uns vorbei wollten. Wir haben hinten nun mal keine Augen, sorry! So haben wir dann ständig ein lautes „Bing! Bing! Bing“ von uns gegeben.

Getrieben von ganz viel inwendiger Wärme trabten wir also so vor uns hin und ließen im Rausch der Gefühle sogar die eine UND die andere Fastfood-Kette links liegen. Das sollte sich kurze Zeit später böse rächen… Arnold und Lisa schworen Stein und Bein, dass irgendwo hinter Hittfeld ein Biergarten wäre, den sie noch von der letzen Wanderung kannten. Da hörte ich plötzlich wieder den Udo trällern: Hinterm Horizont geht’s weiter… Hilfe, ich hab Hunger und höre Stimmen! Meine Laune sank rapide gen Null, auch weil mir mein Fuß Probleme machte und weil ich fest davon überzeugt war, dass irgendwer die Erdanziehungskraft auf „extra stark“ eingestellt hat. Mann, die Hacken gingen kaum noch aus dem Teer! Ganz toll habe ich dann das Geständnis der beiden aufgenommen, als sie zugaben, wohl damals doch eine andere Strecke gewandert zu sein.

Die Gedanken sind frei…..!

Irgendwann erspähte mein hungriges Ich eine Gaststätte und meine Mitwanderer beugten sich – offenbar aus Angst vor meiner unvermittelt eintretenden schlechten Laune – dem freiwilligen Zwang. Die arme Gesa wartet wahrscheinlich noch heute auf ihren Kaffee, das Essen kam auch nicht besonders fix, aber lecker wars! So gestärkt und mittlerweile ohne Gesa ging es dann an die letzten fünf Kilometer. Mein Körper rächte sich für den erlittenen Hunger und gaukelte mir mit Hilfe eines Schildes eine weitere Möglichkeit der Einkehr vor. Las ich dort doch in großen, schwarzen Lettern: Kartoffelauflauf! Beim näherkommen musste ich meinen Irrtum einsehen, es stand dort Kartoffelverkauf. Den heutigen Weltlachtag zum Anlass nehmend habe ich dann auf der Stelle einen Lachanfall bekommen, gegen dessen Verfilmung ich mangels Körperkontrolle keine Handhabe hatte. Gefühlte 10 Minuten später konnte ich den restlichen Farmern meinen Kontrollverlust erklären und hatte trotzdem ständig das Gefühl sofort wieder losgackern zu müssen. Herrlich schreckliche Schmerzen in der Gegend, in der normalerweise die Bauchmuskeln ansässig sind, begleiteten mich nun zusätzlich zu meinem schmerzenden Fuß. Na toll…!

Jochen hatte mittlerweile das knallrote Flitzer-Blechle geholt und versüßte die restlichen (Kilo)meter mit der Aussicht auf ein leckeres Eis. Nun nur noch halb so sehr schmerzend trabte mein Fuß und der Rest von mir Richtung der versprochenen Leckerlichkeit. Jochen, lass mal deine Brille checken! Der Eisladen, vor dem er geparkt hatte, war wegen eines Wasserschadens geschlossen. Super!

Wir pressten daraufhin ernüchtert Nicos Rolli, den Pfesel-Kopf und uns vier Wanderer in das Wildt-Mobil und ließen uns zurück zum Start chauffieren.

Schön, wenn der Schmerz nachlässt…

Von Harburg nach Jesteburg

Dienstag, 04. Mai 2010

2. Etappe Harburg – Jesteburg

Mannomann! Mir fehlen noch immer die Worte für die tolle und inwendig warme Auftaktparty gestern in der Schule Kielkamp. Darum will ich hier auch nur noch einmal sagen: Danke ANA, du bist einfach die Größte! Monatelang warst du von inwendiger Wärme getrieben, hast Mann und Hunde vernachlässigt, alle Finca-Gäste mobilisiert, das Chaos in Grenzen gehalten und alles minutiös geplant. Ohne dich wären wir schon lange vor den fiesen Regenschauern abgesoffen. Für mich verdienst du den Pfesel-Pokal in GOLD für das beste Drehbuch, die beste Regie und ALLE Nebenrollen!!!

So, nun aber zur heutigen zweiten Etappe. Ich hocke auf meinem Sofa, rot im Gesicht von der Sonne – Danke an unsere Außenstelle Gütersloh für die Zustellung :-) – , rot auch am Rest des Körpers von einem Bad in ungefähr 100 Litern kochend heißem Wasser. Und mit einem Kühlakku auf dem Fuß…

Der Tag begann mittelbescheiden mit Muskelkrämpfen. Was denn, jetzt schon? Waren gestern doch nur vier Kilometer! Nach einem Liter Kaffee und einer Doppeldosis Magnesium intus buckelte ich mein Gepäck ins Auto und machte mich auf den Weg zum Treffpunkt in Harburg. Noch grinste ich, als Udo Lindenberg aus dem Autoradio „Hinterm Horizont“ zum Besten gab. Das Lachen verging mir schnell.

Natürlich war ich wieder überpünktlich vor Ort. Von Farmern und Mitwanderern keine Spur, also ging ich Richtung des Bahnhofes, um dort meinen Morgenkaffee zu entsorgen. Habe es mir schon vor längerer Zeit zur Angewohnheit gemacht, den Euro-WC-Schlüssel an allen Toiletten für Behinderte zu testen. Schlüssel passte, Tür ging trotzdem nicht auf. Liebe Bahn, so etwas bekommt von mir das Prädikat „Sozialbehindert“!

Mit frischem Kaffee und einer kleinen Stärkung konnte ich dann recht bald auch unseren Oberfarmer in Empfang nehmen. Es gab ein ziemliches Hin und her über das Umverteilen der Fahrzeuge. Dies klärte sich aber, nachdem Lisa und Jochen (Ich habs bemerkt! Ihr wart pünktlich :-) )und  Gesa als Überraschungsgast eintrafen. Auch die zwei Wilden versorgten sich noch mit einem Snack und es konnte endlich losgehen.

Die ersten Kilometer rasten förmlich dahin, genauso wie die Unmengen an sozialbehinderten Radfahrern, die scheinbar alle keine Klingel an ihren Drahteseln duldeten, aber alle an uns vorbei wollten. Wir haben hinten nun mal keine Augen, sorry! So haben wir dann ständig ein lautes „Bing! Bing! Bing“ von uns gegeben.

Getrieben von ganz viel inwendiger Wärme trabten wir also so vor uns hin und ließen im Rausch der Gefühle sogar die eine UND die andere Fastfood-Kette links liegen. Das sollte sich kurze Zeit später böse rächen… Arnold und Lisa schworen Stein und Bein, dass irgendwo hinter Hittfeld ein Biergarten wäre, den sie noch von der letzen Wanderung kannten. Da hörte ich plötzlich wieder den Udo trällern: Hinterm Horizont geht’s weiter… Hilfe, ich hab Hunger und höre Stimmen! Meine Laune sank rapide gen Null, auch weil mir mein Fuß Probleme machte und weil ich fest davon überzeugt war, dass irgendwer die Erdanziehungskraft auf „extra stark“ eingestellt hat. Mann, die Hacken gingen kaum noch aus dem Teer! Ganz toll habe ich dann das Geständnis der beiden aufgenommen, als sie zugaben, wohl damals doch eine andere Strecke gewandert zu sein.

Die Gedanken sind frei…..!

Irgendwann erspähte mein hungriges Ich eine Gaststätte und meine Mitwanderer beugten sich – offenbar aus Angst vor meiner unvermittelt eintretenden schlechten Laune – dem freiwilligen Zwang. Die arme Gesa wartet wahrscheinlich noch heute auf ihren Kaffee, das Essen kam auch nicht besonders fix, aber lecker wars! So gestärkt und mittlerweile ohne Gesa ging es dann an die letzten fünf Kilometer. Mein Körper rächte sich für den erlittenen Hunger und gaukelte mir mit Hilfe eines Schildes eine weitere Möglichkeit der Einkehr vor. Las ich dort doch in großen, schwarzen Lettern: Kartoffelauflauf! Beim näherkommen musste ich meinen Irrtum einsehen, es stand dort Kartoffelverkauf. Den heutigen Weltlachtag zum Anlass nehmend habe ich dann auf der Stelle einen Lachanfall bekommen, gegen dessen Verfilmung ich mangels Körperkontrolle keine Handhabe hatte. Gefühlte 10 Minuten später konnte ich den restlichen Farmern meinen Kontrollverlust erklären und hatte trotzdem ständig das Gefühl sofort wieder losgackern zu müssen. Herrlich schreckliche Schmerzen in der Gegend, in der normalerweise die Bauchmuskeln ansässig sind, begleiteten mich nun zusätzlich zu meinem schmerzenden Fuß. Na toll…!

Jochen hatte mittlerweile das knallrote Flitzer-Blechle geholt und versüßte die restlichen (Kilo)meter mit der Aussicht auf ein leckeres Eis. Nun nur noch halb so sehr schmerzend trabte mein Fuß und der Rest von mir Richtung der versprochenen Leckerlichkeit. Jochen, lass mal deine Brille checken! Der Eisladen, vor dem er geparkt hatte, war wegen eines Wasserschadens geschlossen. Super!

Wir pressten daraufhin ernüchtert Nicos Rolli, den Pfesel-Kopf und uns vier Wanderer in das Wildt-Mobil und ließen uns zurück zum Start chauffieren.

Schön, wenn der Schmerz nachlässt…