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Kategorie Etappe 10 – von Barsinghausen nach Appelern

Von Barsinghausen nach Apelern

Donnerstag, 13. Mai 2010

Mit dem Rolli über den Deister

10.00 Uhr auf dem Markt in Barsinghausen. Ich starte heute eine Stunde früher. Kerstin Wölki, die Vorsitzende des FDP-Stadtverbandes, ihr Mann und der Fraktionsvorsitzende der FDP, Herr Klockow, wollen mich begleiten. Gemeinsam wollen wir über den Deister wandern. Ich hoffe, es ist keine Falle, habe ich doch vor einiger Zeit ihren Chef wegen übler Nachrede angezeigt. Aber meine Sorge, sie könnten  im Wald über mich herfallen und mich  verhauen, ist sicher unbegründet. Dazu sind sie viel zu nett.

Gerade bin ich noch von meiner Pension, mit dem Rolli den Berg heruntergerauscht und fast bis zum Marktplatz gerollt, nun geht es schon wieder bergauf. Aber endlich mal nicht diese öden Landesstraßen, auf denen man wegen der viel zu dicht vorbeifahrenden Autos ständig nassgespritzt wird und sich permanent zum Sprung in den Graben bereit halten muss. Ohne Karte und ohne die erfahrenen Wanderer hätte ich diese Tour alleine nicht machen können. Frau Wölki erzählt mir von ihren interessanten Reisen u.a. nach Kanada, Guatemala und ihren Plänen in den kommenden Monaten an einem Autokonvoi in die Mongolei teilzunehmen. Ich bin ganz grün vor Neid und habe gestern bereits – versehentlich in Jessicas Nähe – ein bisschen zu laut darüber nachgedacht – Mongolei? Inwendig warm? Hm… Aber 20.000 km sind kein Pappenstiel. Jessica hat sich überraschend zügig aus dem Staub gemacht und ist wieder nach Pinneberg geflüchtet.

Jessi, kannst wiederkommen. War doch bloß Spaß!

Ich muss ja nun hier alles selber tippen und hinke bereits mit 3 Berichten zurück. Muss mir auch schon die ersten Sticheleien bieten lassen. Nein, Tina, ich habe keine Gicht in den Fingern! Der Tag ist nur so kurz und ich bin dauernd müde.

So, zurück zum Deister. Wunderschönes Wandergebiet. Ich erfahre von meinen Begleitern viel über die alten Bergwerke, die sich dort von NRW kommend erstrecken und von der Kohle, die fast bis an die Oberfläche reicht. Irgendwann erreichen wir die Autobahn, die wir unterqueren müssen. Auf der Suche nach dem Tunnel denken wir noch ein bisschen nach, ob man die A2 nicht vielleicht öffentlichkeitswirksam besser  ü b e r queren sollten. Herr Klockow hat sich bereits wegen Terminschwierigkeiten verabschiedet. Zufällig kommen wir an dem großen Verlagshaus vorbei und Frau Wölki huscht mal schnell hinein. Kommt prompt mit einer Redakteurin und Fotoapparat heraus. Interview, Gruppenfoto, mein täglich Brot J

Endlich kommen wir in Apelern, unserem Ziel an. Wir warten noch auf einen Freund der Wölkis, der uns mit dem Auto wieder zurück nach Barsinghausen bringt. Meine Begleitstalkerin ist ja bekanntlich wieder abgereist und so muss ich dann das Auto, unser Porta-Mobil, selber wieder nachholen.

Vorher gibt‘ noch bisschen Kultur, weil gleich um die Ecke nämlich das Gutshaus derer von Münchhausen steht. Bei der Besichtigung erkenne ich mit meinem geschulten Auge sofort, dass es sich hervorragend als Alternative zum Holstenkamp für „Nicos Farm“ anbietet.

Als kleine Randnotiz sei hier angemerkt, dass ich gerade über das Fernsehen erfahren habe, der Hamburger Senat wird den Holstenkamp entgegen einer offiziellen Verlautbarung an unsere Rechtsanwältin im kommenden Monat den neuen Besitzern übergeben und ihnen die Häuser zum Bau von Eigentumswohnungen zur Verfügung stellen. Ein weiteres Haus wird den Holstenpunx (es sei ihnen von Herzen gegönnt) einschließlich der Finanzierung zur Verfügung gestellt.

Nun kennen wir den Stellenwert von behinderten Kindern in Hamburg.

Doch Mongolei? Jessica, sag was! J