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Kategorie Etappe 21 – von Dortmund nach Hagen

Von Dortmund nach Dortmund

Dienstag, 25. Mai 2010

Etappe 22 – Von Dortmund nach Dortmund

22. Mai und 2. Pausentag auf dieser Tour. Gestern bin ich nach dem Laufen schnell nach Hamburg zurückgefahren, um Kampfnudel Nico zu knutschen. Heute bin ich bereits wieder auf der Piste, um meinen „diggen“ Freund Roland zu knutschen. Der hat nämlich heute Geburtstag. Na ja – zu drücken. Wir wollen ja nicht gleich übertreiben. Roland ist der Mitbegründer des Fanklubs Lotto-King-Karl – „digge-freunde.de. Wir haben uns kennengelernt, als „Nicos Fanklub“ eine U-Bahn gechartert und wir gemeinsam mit der Sonderbahn den Hamburger U-Bahnring umrundeten. Dennis, Rolands Sohn und Nico durften dabei neben der U-Bahnfahrerin sitzen und auch mal einen Knopf drücken. Seitdem unterstützen Sylvie, Roland  u n d  Dennis Nicos für seine Delfintherapie. So überreicht mir Dennis dann auch ein Marmeladenglas mit sieben €uro, die er sich mühsam vom Taschengeld abgespart hat, damit sich Nico auf Curacao einen leckeren Eisbecher reintun kann. Dennis, Du Schatz!! Er verpfeift dann auch anschließend den Roland und hält schon mal einen großen Scheck für Nicos Delfintherapie hoch, den ich aber eigentlich erst am nächsten Tag erhalten soll. Dazu aber später mehr. Von Rolands Mutter und seiner Schwester kommt ebenfalls noch so viel Geld, um die Tage auf Curacao eisessenderweise fröhlich zu gestalten.

Immer, wenn ich Roland sehe, fällt mir das Lied von Reinhard Mey von seinem Freund ein, bei dem es im Refrain heißt:

Eine Art Obelix
Dir kann eigentlich nix
Mehr passier’n – oder fast
Wenn du so ’nen Freund hast!

Und auch rein körperlich könnte Roland es mit Obelix locker aufnehmen.

Und so sitzen wir nett zusammen und feiern bei Bier, Nudeln und Pizza. Mit Desireé und weiteren Freunden von Roland verabreden wir uns dann für den nächsten Tag, um die Dortmund-Etappe abzulaufen. Mit dem Auto fahre ich mit Roland zum Tippi, einem überdimensionalen Indianerzelt. Dort wollen wir uns treffen und zum Stadion von Borussia-Dortmund gehen. Hagen haben wir wegen fehlender Resonanz des dortigen Behindertenbeauftragten etc. geknickt. Das Ziel Stadion kommt auch Rolands sportlicher Biografie sehr entgegen. Er ist, sagen wir mal – fußballinteressiert J Und noch einen: J

Gerade treffen die Wanderer ein, shake hands und moin moin, wie man im Norden sagt. Es sind viele Kinder dabei, worüber ich mich sehr freue. Wir erhalten sogar polizeiliche Unterstützung in Form eines Polizeibeamten auf dem Motorrad. Wir kennen uns bereits vom vergangenen Jahr, als er uns am Stadion in Empfang genommen hatte.

Langsam traben wir los. Wir unterhalten uns angeregt, ich bemühe mich, die Aktion zu erklären. Wir erreichen die Innenstadt. Und nun beginnen die Jungs aktiv zu werden. Sie schnappen sich einen Becher, die Flyer und Poster unserer Aktion und beginnen, den Gästen in den Straßencafés von „inwendig warm“ zu erzählen. Sie haben eine riesen Freude daran, von behinderten Kindern zu erzählen. Leider tragen ihre Bemühungen nicht die angemessenen Früchte. Meist bekommen sie schon im Ansatz ein Kopfschütteln als Dank für ihr Engagement. Aber sie lassen nicht locker und führen ihre Aktion unbeirrbar fort. Zum Schluss haben sie dann doch noch einen halbvoll gefüllten Becher mit einigen Talern. Es war toll, Jungs! So manch ein Erwachsener sollte sich euch zum Beispiel nehmen. Und: Es geht ums Tun, nicht ums siegen.

Allmählich erreichen wir das Stadion. Roland atmet Stallgeruch. Wir riechen den Duft von Grillwürsten, die Bruni und Klaus, Schwiegereltern von Desireé, bereits vorbereitet haben. Bier, Würstchen, bisschen schnacken…. Heinz und Moni aus Essen sind auch bereits eingetroffen und schon bei ihrer zweiten Wurst. Und dann überreicht mir Roland zu meiner großen Überraschung den großen Scheck.

1000,00 €uro steht darauf geschrieben. Für Nicos Delfintherapie. Das Geld stammt von Sammlungen, die er beim Fanklub Borussia Dortmund über verschiedene Aktionen zusammengetragen  hat. Eine dieser Aktionen ist besonders berichtenswert: Aufgrund eines schweren Schicksalsschlages, den er in Hamburg im Verlaufe eines Fußballspieles zwischen BVB und HSV ertragen musste – er durfte aus hier nicht näher zu erläuternden Gründen die zweite Halbzeit lediglich von der Außenfassade des Stadions erleben, wuchs in ihm die Idee zu einer Spendenaktion, die er aus aktuellem Anlass „Pipi machen für Nico“  nannte. Roland betreibt vor dem Stadion eine kleine Bude, in der Gegenstände zur Aufbewahrung während der Spiele abgegeben werden. Dort befindet sich auch eine Toilette, die zuvor kostenlos genutzt werden konnte. Mit Hinweisen, vielen Bildern der Delfintherapie ist auf diese drollige Weise ein Haufen an „Trinkgeld“ zusammen gekommen.

Wie beschrieben: Eine Art Obelix ……

Danke Euch allen Dortmundern für diesen wunderschönen Wandertag. Nicht nur wegen der Sonne würde ich ihn nennen – inwendig warm.