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Kategorie Etappe 24 – von Essen nach Mühlheim

Von Essen nach Mülheim

Mittwoch, 26. Mai 2010

24. Etappe „inwendig warm“ Essen/Mülheim

Der Tag fing katastrophal an und so ging es auch weiter. Aber beginnen wir am Anfang:

Nach dem Aufstehen begrüßte uns der Himmel mit einem herrlich dunkelgrauen Gewand. Prima, dann ist ja alles so wie immer…! Wir starteten wieder einmal viel zu spät und vergaßen dabei unseren Plan, ein Fahrzeug in Mülheim zu parken. Der Fehler fiel uns kurz vorm Startpunkt in Essen auf. Supi! Also ab nach Mülheim, Auto am Ziel abgestellt, zurück zum Start und…. der Himmel öffnete seine Schleusen.  Hm, ich liebe es..!

Der Plan, ein Stückchen mit einem Ausflugsdampfer auf dem Baldeneysee mitzufahren, scheiterte am Fahrplan. Ortskundige Eingeborene hatten uns aber mitgeteilt, dass hinter der Schleuse nochmals die Gelegenheit zum Böötchen fahren bestünde. Also dorthin gesaust, der Dampfer kam, wir stiegen ein und….fuhren nicht etwa Mülheim entgegen, wie geplant, sondern schipperten zurück zum Start.

„Gehen Sie zurück auf Start und ziehen Sie keine 400 €uro ein….!“ So etwas ist hervorragend geeignet, um einen Tobsuchtsanfall zu bekommen.

Nun denn, so hatten wir Gelegenheit, Telefonate zu führen und die Kunst-Inseln im See zu bestaunen. Auch ein U-Boot befindet sich darunter. Kurz flackerte Freude auf, als wir mitten auf dem See ein Kamerateam erspähten. Doch leider waren die nicht wegen uns da. Nächstes Jahr vielleicht?!

Wir waren also zum zweiten Mal  am Start angekommen und pirschen erneut los, Mülheim entgegen. Der Regen regnete nicht mehr, dafür machte er einer schwül warmen Luftmischung Platz, die das Atmen erschwerte und die Schweißproduktion zwecks Körperkühlung stimulierte. Der forsche Schritt, mit dem wir gen Mülheim unterwegs waren, machte es auch nicht eben besser. Aber die Verspätung vom Morgen plus der Etappenverdoppelung und dem Zeitdruck im Nacken, weil wir in Mülheim von der Presse und der SPD empfangen werden sollten, ließen nun mal keine andere Möglichkeit zu.

Nass und müde erreichten wir dann unser Ziel bei der SPD-Geschäftsstelle, der Regen regnete natürlich wieder. Schnell noch ein paar Fotos für die örtliche Zeitung gemacht und dann gab es – im warmen und herrlich trockenen Besprechungsraum – Kaffee, Apfelschorle und Kekse.

Die netten Herren der SPD, Herr Terkatz und Herr Jurczyk, haben versprochen, uns am Freitag von Mülheim nach Ratingen zu begleiten. Toll!

Ich sitze nun wieder im Trockenen, mit leckerem Essen von Moni versorgt, freue mich auf den morgigen Pausentag und auf die letzten beiden Etappen der diesjährigen inwendig warmen Wanderung.  Arnold ist „on the Road again“, er will die Kampfsocke aus Hamburg holen.

Dem geneigten Leser und Mitwanderer möchte ich aber folgendes noch mit auf den Weg geben:

Auch wenn „Nicos Farm“ der Initiator und Veranstalter dieser Wanderaktion ist, so sind wir auch nur Menschen und vor allem Eltern von behinderten Kindern. Es ist uns – wegen der Pflege unserer Kinder, aber auch auf Grund der mangelnden Ortskenntnisse – nicht möglich, vor Beginn der Wanderung den jeweiligen Start- und Zielort genauestens festzulegen. Hierzu sind wir auf die Mithilfe der Vereine, Verbände und sonstiger Mitwanderer vor Ort angewiesen. Aus dem gleichen Grund, können wir oft auch schlecht vorhersagen, wann genau wir eintreffen und welche Straßen wir für unseren Marsch nutzen werden.

Bereits häufiger wurden wir darauf angesprochen, ob Begleitfahrzeuge zur Beförderung müder Mitwanderer vorrätig halten würden. Auch für dieses Problem gilt die obige Erklärung. Zudem sind wir ein kleiner, junger Verein und haben nicht die Mittel, um in den Orten für motorisierte Beförderung zu sorgen. Diese Aufgabe selbst mit unserm Begleitfahrzeug zu übernehmen, fällt mangels hauptamtlicher Wanderer auch aus.

Natürlich sind wir bereit, alles – in unserer Macht stehende – zu versuchen, aber letztlich sollte jeder Wanderer für den Parkplatz seines PKW´s und die Rückkehr zu diesem eigenständig Sorge tragen können.

Auch bitten wir um Verständnis, dass wir während des Laufes kaum in der Lage sind, Auskunft zu geben über das Vorhandensein von Parkplätzen oder die Beschaffenheit der zu wandernden Wege vor Ort, oder in den kommenden Ortschaften.

Wir danken für Ihr Verständnis!

„Unmögliches erledigen wir sofort, Wunder dauern etwas länger.“