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Kategorie Etappe 25 – von Mühlheim nach Ratingen

Von Mülheim nach Ratingen

Freitag, 28. Mai 2010

25. Etappe „inwendig warm“ Mülheim/Ratingen

Der gestrige Pausentag war sehr ereignisreich. Arnold ist mit dem PORTA!-Mobil nicht durch die Galaxie, aber durch halb Deutschland gesaust, um die Kampfsocke Nico aus Hamburg zu holen. Fabian hat die Erfahrung gemacht, dass Wissen mitunter schmerzhaft sein kann. Hat er sich doch beim Besuch des Erlebnisfeldes in Essen den Finger gequetscht.

Gespannt fuhren wir zum Treffpunkt in Mülheim, wollte doch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung über unseren Lauf berichten und zum Mitwandern aufrufen. Es erwartete uns tatsächlich eine Dame mit ihrer schwerbehinderten Tochter, die durch den Artikel von uns erfahren hatte. Leider war die Ankündigung für sie zu kurzfristig, so dass sie nicht mitlaufen konnte. Aber sie wird morgen in Meerbusch dabei sein. Wir freuen uns schon!

Herr Terkatz der SPD Mülheim hatte Wort gehalten und marschierte, ausgestattet mit Gummibärchen für die Kids und Steckenplaner, mit uns los. Kurz nach dem Start war uns rundherum warm, Golfer golften, Kühe pupsten, Raupen hangelten sich am Faden in Augenhöhe an uns vorbei und wir konnten Herrn Terkatz mit reichlich Informationen über unser Leben im Besonderen und Allgemeinen füttern. Ich hoffe, er leidet nun nicht zu sehr unter der Menge dessen, was wir zu berichten wissen.

Quatschend, schwitzend und verschiedentlich von den beiden Kindern unterhalten (Nico krähte in einem fort und Fabian schnatterte auch in seiner unvergleichlichen Art vor sich hin), pirschten wir durch wunderschöne Landschaften, beäugten neidisch die Wohnanlage des Fliedner-Hofes und erreichten, trotz eines nicht unerheblichen Umweges, pünktlich mit dem Glockenschlag um 15.00 Uhr Ratingen.

Wir wurden fröhlich von der Aktionsgemeinschaft für Behinderte in Ratingen willkommen geheißen und im „Hotel am Markt“ mit Schnittchen, Suppe und Getränken verwöhnt. Morgen werden uns diese lieben Menschen (teilweise) bis nach Meerbusch begleiten. Klaus, ich freue mich schon auf dich! Das Gespräch „unter Rauchern“, das wir zwei vor dem Hoteleingang führten, werde ich nicht vergessen und ich werde versuchen, deine Ratschläge zwecks Wohnungssuche umzusetzen. Vielleicht kann ich dir im nächsten Jahr schon meine neue Adresse mitteilen. Ich würde mich freuen, wenn du uns wirklich mal in Hamburg besuchen kämest.

Ich freue mich auf die letzte Etappe, weil ich danach endlich die Reisetasche komplett auspacken kann, aber gleichzeitig schwingt auch ein gutes Stückchen Wehmut mit, weil nun die Zeit der Aufregungen und Aufreger, der Wetterkapriolen, der Sticheleien mit dem Oberfarmer entlang irgendwelcher Landstraßen, des Nervenkitzels auf eben diesen und der inwendig warmen Begegnungen mit fremden Freunden zu Ende geht.

Nun fehlen mit die Worte, ich schlucke jetzt schon an dem Kloß im Hals herum und sage darum nur:

„Heut´ist nicht alle Tage, wir kommen wieder – keine Frage!“